Plickers - Interaktives Klassenquiz ohne technisches Risiko

Schüler zu aktivieren ist ein Kinderspiel, wenn man sie spielen lässt. Mit digitalen Tools fängt man dabei zwei Fliegen mit einer Klappe: Man aktiviert Schüler*innen und erhebt gleichzeitig den Lernstand einer Klasse oder einzelner Schüler... 

Also lasst uns spielen!?

Leichter gesagt als getan. Noch sind die technischen Voraussetzungen meist suboptimal.

So freue ich mich sehr über den Tipp eines Kollegen: Plickers!


Plickers  - Kurzanleitung

Plickers ist ein Auswahl-Quiz ähnlich wie Kahoot! Jeder Teilnehmer erhält auf einer Karte einen eigenen Barcode, dem auf jeder Seite ein Buchstaben zugeordnet ist. Dieser lässt sich mittels Smartphone innerhalb der App scannen, so dass die verschiedenen Antworten individuell erfasst werden.

1. Zunächst wird die Plickers-Klassenanansicht projiziert, um den Teilnehmern die Namen und die zugeordneten Nummern zu zeigen. Nun können die Karten in der richtigen Reihenfolge ausgegeben und von der Klassen- in die "Live View" Ansicht gewechselt werden.

 


Was wird benötigt?

  • Projektionsmöglichkeit mit Internetverbindung (z. B. Beamer + Tablet oder Smartboard)
  • Smartphone oder Tablet mit Kamera
  • App: "Plickers"
  • Plickers - Barcodes

Welche Spielformen sind möglich?

  • Einzel- oder Gruppenmodus
  • Gruppen mit bis zu 80 Teilnehmer*innen

Vorbereitungen

  • Karten ausdrucken: Vorteil "Standard": kleine Karten können andere im Raum nicht verdecken, kleine Buchstaben führen nicht in Versuchung abzugucken, was der Nachbar hochhält.
  • evtl. laminieren: matte Folie nutzen, damit sie nicht spiegelt und aus Entfernung gut lesbar ist, so hält ein Kartensatz mindestens ein Schuljahr
  • Klasse anlegen und jedem Schüler eine Karte zuordnen; Karten können mehrfach belegt werden, ein Satz reicht also für mehrere Lerngruppen. Eine zusätzliche Demoklasse hab ich angelegt, um auch mit unbekannten Gruppen spielen zu können.
  • Fragen eingeben: Es lassen sich Ordner anlegen um Fächer/Themen zu sortieren.

   


Durchführung


2. Auf dem Smartphone wählt man in der App ebenfalls die aktuelle Gruppe. Mit einem Klick auf das + in der Mitte gelangt man zur "Library", wo man Fragen auswählen und zu "Queue" hinzufügen kann. Ein Klick auf die Frage macht diese auch auf der Projektionsfläche für alle Schüler*innen sichtbar.

3. Sobald man auf dem Smartphone auf "Kamera" klickt, lassen sich die Barcodes erfassen. Praktisch ist, dass angezeigt wird, welche Karten bereits gescannt sind. Auf dem Smartphone wird zusätzlich farblich gekennzeichnet, ob die Antwort richtig oder falsch gegeben wurde.


Auswertung der Schülerergebnisse


Unter der Rubrik "Reports" findet man zwei Möglichkeiten sich die Quiz-Ergebnisse anzeigen zu lassen:

  • Question History: Liefert eine Klassenauswertung und bietet damit die Möglichkeit die Ergebnisse mit der Lerngruppe zu besprechen und auf schwierige Inhalte einzugehen.

  • Scoresheet: Hier findet man die Einzelauswertung der Antworten. Einzelne Fragen lassen sich auch aus der Bewertung herausnehmen.

Vorteile

  • technisch wenig anspruchsvoll
  • keine Schülergeräte oder Internetverbindung für Schüler notwendig (besonders attraktiv für Grundschulen)
  • Einzelergebnisse werden dokumentiert
  • Lerngruppe bleibt (im Vergleich zu Kahoot!) gelassen, wenn die Ergebnisse präsentiert werden, da nicht einzelne Teilnehmer oder Teams hervorgehoben werden. richtige Antwort und Verteilung der Antworten wird angezeigt 
  • einzelne Fragen lassen sich in verschiedene "Queues" verschieben, so können die Durchgänge flexibel gestaltet werden
Nachteile
  • nur die selbst erstellen Fragen können genutzt werden, ein Austausch mit Kollegen ist nicht vorgesehen
  • Schüler*innen fehlt:
    • (im Vergleich zu Kahoot!) die Hervorhebung von Einzelleistungen
    • weniger emotional ansprechend (Musik, Effekte, Animation)

Plickers im Netz

  • Plickers kannte ich bisher nicht, doch wer weiß, wonach er sucht, findet viele Erfahrungsberichte und Anleitungen im Netz. Einfach mal schauen...

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